Mehrfachspeisung individueller Kessel durch Druckspeicheraggregate

 

Für die Brennerzufuhr werden zwei Druckspeicheraggregate mit zwei Pumpen und automatischer Wechselschaltung montiert, die beide einen der Haupttanks ansaugen können je nach Füllstand des verfügbaren Heizöls. Die wichtigste zu beachtende Bedingung und Vorsichtsmaßnahme beim Entwerfen der Installation ist die Vermeidung des Lufteintritts in die Brennerversorgungsleitungen bei Wartungsarbeiten oder Entleerung der Leitung zur Fehlerbehebung. Falls dieser Fall eintreten sollte, wäre es äußerst arbeitsaufwendig, jeden Kessel einzeln zu entlüften. Daher die Absicht, jeden Brenner bei Druckabfall automatisch zu isolieren.
Um die Versorgung auf jeden Fall zu gewährleisten, wird das zweite Druckspeicheraggregat parallel mit unabhängiger Saugleitung gestartet, so dass wenn ein Aggregat außer Betrieb gehen sollte, das zweite unter Volllast weiterlaufen kann. Dieser Vorgang wird über die Steueranlage ausgeführt.
Ein weiteres zu lösendes Problem bestand in der Steuerung des Verbrauchs bei jedem Brenner durch einen Heizöl-Zähler, wobei das Ablesen des Zählers ferngesteuert erfolgen sollte um zu vermeiden, jede Wohnung für das periodische Ablesen des Verbrauchs begehen zu müssen.

Von SIMKA vorgenommene Lösung

Rohrleitungsnetz

Hinsichtlich des Auswahlkriteriums der Leitungen wurde das Kriterium der Norm DIN 4755 befolgt, wonach die Geschwindigkeit des Diesels in den Druckleitungen zwischen 1 und 1,5 m/s und für Saugleitungen zwischen 0,2 und 0,5 m/s bewegen muss.

eck-Meldung im Zwischenraum des Haupttanks

Für die Ermittlung des Flüssigkeitsaustritts in der Doppelwand der Haupttanks wurde die Verwendung eines Vakuum-Systems DDP-25 mit Regenerationspumpe und Isolierventil empfohlen. Die Möglichkeit, das Vakuum automatisch wieder herzustellen verhindert weitestgehend falschen Alarm und entspricht der Norm EN 13160-1, Klasse 1

Kontrolle des Hauptvorratsbehälters

Der Stand des in jedem Vorratsbehälter zur Verfügung stehende Brennstoff wird anhand von digitalen Füllstandmessgeräten EDM-40 mit analogen Sonden gemessen. Die Ablese erfolgt prozentual eins zu eins und wird ausgegeben über einen 4-20 mA Ausgang an die Zentralsteuerung des Technikgebäudes des Flughafens. Die Relaisausgänge von 90 und 20% steuern die Alarmsysteme zur Überlaufsicherung bei der Tankentladung und bieten ein lokales Signal für den Reservestand.

Förderaggregate

Die Versorgung erfolgt durch Zwillingsaggregate mit zwei alternierenden Motorpumpen.
Diese Aggregate sind dafür entworfen, dass im Falle eines Fehlers bei einer der Motorpumpen ein Alarmsignal ertönt und die andere Pumpe automatisch in Betrieb genommen wird, wodurch die Weiterführung des Brennstofftransfers sichergestellt ist. Ausgewählt wurde das Modell GP-1500 GET mit einer Dauerentnahme von 1500 l/h. Jede Einheit verfügt über eine Auffangwanne mit einem Infrarot-Leckmeldesystem, das bei Austritt von Flüssigkeit ein Stopp-Signal sendet. Der Start- und Stopp-Vorgang wird ausgeführt durch den Differenzdruck des Druckschalters, so dass solange der Brenner ausgeschaltet ist, die Druckleitung unter Druck steht. Sobald einer der Brenner anspringt, vermindert sich der Leitungsdruck und wenn der als Startpunkt ernannte Druck erreicht ist, setzt die Förderung ein, um wieder den Stoppdruck zu erreichen. Bei jedem Start ist der automatische Pumpenwechsel eingeschaltet. Der Druckschalter verfügt über einen dritten Sicherungspunkt zur Regulierung des Mindestdrucks. Wenn dieser Punkt erreicht ist (normalerweise 1 bar), hält das System an und gibt Alarm wegen Niedrigdruck. So wird das System vor Rohrbrüchen in der Saugleitung bewahrt und verhindert einen Leerlauf der Pumpe, neben einem Druckmesswandler und einem Schließventil bei der Druckleitung bei jedem Druckspeicheraggregat, welches ein Signal an die Steueranlage sendet, damit diese die Aggregate startet bzw. stoppt. Das System wird bei Druckabfall angehalten und das Magnetventil geschlossen.
Das kompakte Design der Druckspeicheraggregate konzentriert die sonstigen nötigen Elemente für den Betrieb des Systems auf einer Blechplatte. Ausdehnungsgefäß, Filter mit Rückschlag- und Sicherheitsventil, Steueranlage mit Wärmeschutz und Vakuummeter an der Saugseite und Manometer an der Druckseite.
Um mit den Druckanforderungen auf der Eingangsseite der Brenner zu erfüllen und um ihren Verbrauch zu wissen, werden Druckminderventile und Zähler mit vorgeschaltetem Schutzfilter angebracht und der Brennstoffrücklauf läuft erneut durch die Druckleitung mit einem Rückschlagventil. Zudem wird am Eingang der Brenner ein Druckschalter-Inverter angebracht, der niedriger als der Betriebsdruck eingestellt ist. Wenn der Druck unterhalb dieses Punktes fällt, sendet er ein Stopp-Signal an den Brenner und verhindert so ein Entleeren der Druckleitung.

Kontrolle des Verbrauchs

Für das Ablesen des Verbrauchs in jeder Wohnung wird an jeder Verbrauchsstelle ein volumetrischer Zähler mit Impulsausgang an einen Radiofrequenzsender installiert, der auf die periodische Sendung eines Datenpakets mit der Aufzeichnung des wöchentlichen Verbrauchs programmiert ist. Im Technikgebäude der Installation wird ein Datenkonzentrator angebracht, der an einen Computer mit der für den Empfang und die Verwaltung der individuellen Ablesedaten nötigen Software angeschlossen ist, so dass keine Wohnungsgänge notwendig sind. Das System verfügt über eine Warneinrichtung gegen Manipulationen durch Abgleich der abgelesenen Daten.

BILDER DER PROJEKTE



Elemente der Installation, die von SIMKA geliefert wurden

EDM 40 SONDEN

Sonde für kontinuierliche Füllstandsfernanzeige mit vollständiger Anpassung an die Anforderungen der Installation. In ihrem Display wird in Prozentangaben der jeweilige Stand angezeigt und die notwendigen Maßnahmen können anhand der Relais-Module und dem analogen Kommunikationsausgang vorgenommen werden. Durch die Maßanfertigung ist sie für jeden Tanktyp und eine Vielzahl an Flüssigkeiten bestens geeignet.

  • Standard-Arbeitstemperatur: 40ºC (Anpassung an bis zu 125ºC möglich).
  • Kontrolleinheit mit Normeinschubgehäuse 96 x 43 x 100 (DIN 43700).
  • Flexible Sonde mit 1”, 1½” und 2” – Verschraubungen. Montage durch Aluminium- bzw. Normbügel
  • Alarmsignal bei Überfüllung (95 dB), Abbruch- und Wiederanlauftaste mit Schutzklasse IP-55. Erfüllt die Anforderungen der Norm MI-IP03 „Ölanlagen für den Eigenbedarf“.

FLÜSSIGKEITS-LECK-DETEKTOR FÜR DOPPELWANDIGE TANKS DDP-25

Vakuum-Leck-Detektor für den Raum zwischen der inneren und äußeren Wand bei doppelwandigen Tanks nach EN 13160-1, Klasse 1

  • Er verfügt über eine Regenerationspumpe, gesteuert über ein regulierbares Vakuumstat. So wird ein Unterdruck von -400mbar zwischen der inneren und äußeren Wand des doppelwandigen Tanks gehalten. Bei einer Verringerung des Unterdrucks auf -380 mbar stellt die Pumpe das Vakuum wieder her. Wenn bei einer Durchlässigkeit der Unterdruck sich nicht wiederherstellt, wird bei -340 mbar das Alarmsignal ausgelöst.
  • Diese Gerätschaften sind ideal für Tanks von einem Durchmesser bis zu 3 m

DRUCKSPEICHERAGGREGAT GP GET

Druckspeicheraggregat für Dieselkraftstoff zur Brennerversorgung und automatisiertem Transfer an Notfall-Generatoren durch Druckverstellung. Durch die Durchführung des Start-Stopp-Vorgangs anhand eines regulierten Druckschalters kann die Installation ohne Steuerverkabelung geplant werden

  • Elektrische Zahnradpumpen mit drei- oder einphasiger Spannung.
  • IP-55 Motorgehäuse
  • Schaltsystem gegen Leerlauf bei fehlendem Brennstoffnachschub.
  • Elektronisches alternatives Steuerungssystem
  • Vakuummeter
  • Aluminium-Filter, Rückschlag- und Sicherheitsventile
  • Potentialfreier Relaisausgang aus dem Building Managment System zentralisiert steuern mit 3,4 oder 6 Signalen. GSM-Alarmsystem mit SMS-Benachrichtigung oder Modem-Verbindung.
  • Anpassung der Aggregate an Hochdruckbedingungen bis zu 8 Kg/cm2
  • Änderungen für Anpassungen an eine Umgebung tropenfester Ausrüstung und ATEX
  • Montage in schallisolierten Schaltschränken mit UNE-25 Isolierung und Schloss. Hergestellt ohne Unterbau und IP-55 Gehäusen für Außeneinsatz.

AUFFANGWANNE MIT LECKMELDER

Es empfiehlt sich die Montage von Auffangwannen unter bestimmten Elementen der Installation, die aufgrund ihrer baulichen Eigenschaften oder während des Wartungsbetriebs kleine Lecks aufweisen können. Die Ausstattung der Wanne mit einem Leckmelder gestattet die Erstellung von Protokollen.

  • Im Ofen lackierte Blechwanne mit den jeweils erforderlichen Maßen
  • Leckmelder mit Steueranlage und Sonde. Optischer Infrarot-Sensor für Kohlenwasserstoffe und Wasser, Leitfähigkeitssensor für Wasser oder beide Sensoren auf der selben Sonde montiert.
  • Die Standard-Sonde hat eine Länge von 1,5 m.
  • Die Steuerungseinheit des Detektors ist in einem erschütterungsfesten Plastikgehäuse verbaut. Die Steuerungseinheit enthält zwei spannungsfreie Relais, ein Umschaltrelais und ein Schließrelais.

MAGNETVENTILE

Magnetventile zur Abfüllkontrolle und Überfüllsicherung.

  • “Y”-Fitler aus verchromten Messing, 0,05 mm Maschen aus rostfreiem Stahl PN16.
  • Öl-Magnetventil N/C für die Abfüllkontrolle.
  • Ein regulierter und versiegelter Durchlaufbegrenzer aus einem Ventil aus einem verchromten Messingkörper und Nylonverschlüssen.
  • Öl-Magnetventil N/A für die Abfüllkontrolle.

DRUCKMINDERVENTIL

Passt den Eingangsdruck an die Arbeitsanforderungen des Brenners oder der Transferleitung an

  • Je nach Modell ist der Ausgangsdruck fest oder regulierbar durch ein Manometer
  • Durchfluss zwischen 20 und 3.000

DRUCKSCHALTER

Regulierbarer Druckschalter für den Start des Druckspeicheraggregats, je nach eingestellter Regulierung. Unabhängige Arbeits- und Sicherungsmikroschalter.

  • Verbindung anhand eines konischen Stiels (10 mm) für Druckanschluss.
  • Arbeitsdruck regulierbar zwischen 1,5 und 6,5 bar
  • Sicherheitsdruck regulierbar zwischen 0,5 und 2 bar

ZÄHLER

Zähler für Dieselkraftstoff, Heizöl, Kerosin und Schmieröl.

  • Durchflussmesser für Kohlenwasserstoffe bei Heizung und Wärme-Kraft-Kopplung bei Brennern, Schiffen, Fahrzeugen und Gebäudeeinrichtungen
  • Metrologische Homologationen und Kalibrierungen je nach Richtlinienanforderungen
  • Die gesamte Produktpalette bietet eine optimale Lösung für die Messung des Kraftstoffverbrauchs
  • Neueste Ausführungen elektronischer Zähler, analoge und digitale Ausgänge mit parametrierbaren Werten
  • Druck- oder Saugmontage
  • Unabhängig von Viskosität und Temperatur
  • Die Überwachung und Steuerung des Systems vereinfacht die Konfiguration des Brenners und die Optimierung des Verbrauchs
  • Höchste Sicherheit bei Schiffsbau und Automobilindustrie.

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